Jäger und Maler Fredy Grimm

 

 

 

 

 

 

 



Anlässlich seines 80. Geburtstags, den er an Heiligabend 2009 wird feiern können, hat Fredy Grimm im Medienzentrum Bundeshaus, SRG SSR Idée Suisse eine Ausstellung seiner Bilder, Zeichnungen und Karikaturen organisiert. Die Vernissage fand am 29. Mai 2009 statt. Die Ausstellung dauert noch bis zum 26. August 2009.

Fredy Grimm wurde am 24. Dezember 1929 in Freiburg geboren. Seine Schulzeit erlebte er  dann in der Stadt Bern. Doch bereits damals zog es ihn viel eher in den Bremgartenwald, die Auenwälder, die Schilf- und Schlammgürtel sowie an die Flüsse rund um Bern. Das war seine Welt, denn da gab es so viel Interessantes zu bestaunen.

Nach der Schule absolvierte Fredy Grimm die Lehre als Dekorateur, anschliessend liess er sich zum Grafiker und nebenbei auch noch zum Schriftenmaler ausbilden. Der Abschluss seiner umfassenden beruflichen Lehrjahre bildete schliesslich das Zusatzstudium als Innenarchitekt. Diesem Beruf blieb Fredy während 42 Jahren treu und bereiste während dieser Zeit viele Länder rund um den Globus. Aus jedem besuchten Land brachte er einen Stein mit nach Hause, die nun alle in seinem Atelier in Schliern bei Köniz zu bestaunen sind.

1960 begann Fredy Grimm mit der Jagd, vorerst in Frankreich. Bereits 1968 absolvierte er im Kanton Bern die Jägerprüfung. Noch heute gehört das Jagen zu seinen grossen Hobbys. Er ist auch mit 80 Jahren immer noch ein aktives Mitglied im Jagd- und Wildschutzverein des Amtes Fraubrunnen JWVAF. Seit 1975 widmet sich Fredy Grimm intensiv dem Malen und Zeichnen. Er hält in seinen Werken oft Vögel fest, z.B. Steinkäuze, Uhus, Kolkraben, Hühner und Hähne oder exotische Exemplare wie den Arasari aus der Familie der Tukane. Oft dienen ihm beim Entwerfen eines Bildes selber gemachte Beobachtungen als Grundlage oder auch Fotos, die ihn beeindrucken. Die Fotos werden vom Künstler nicht übernommen, sie dienen ihm lediglich dazu, die Konturen der zu portraitierenden Vögel zu skizzieren. Die gemalten und gezeichneten Landschaften rund um die dargestellten Tiere entstammen sehr oft der grossen Phantasie von Grimm. Es gibt auch Bilder, die eine ganz andere Art von Natur darstellen: Sie erinnern beinahe an Formen aus dem Unterricht im technischen Zeichnen, passen sich aber hervorragend in die Formen und Farben der dargestellten Tiere ein. Für Grimm ist sehr vieles in seinen Werken Spielerei. Er selber bezeichnet sich auch nicht als „Bildlimaler“, vielmehr entstehen seine Bilder einfach so, sie laufen ihm aus der Hand, es zeichnet und malt ihm. Früh hat der junge Fredy gemerkt, dass er ein ganz besonderes „Gspüri“ für die Raumaufteilung in seinen Werken hat, etwas, das man nicht erlernen kann, man hat es oder eben nicht. Grimm malt alle seine Bilder mit Flüssigacryl und Tusch. Viele Bilder entstehen nachts oder am frühen Morgen. Bevor der Künstler richtig aufsteht, zieht es ihn erst einmal in sein Atelier. An einem Bild arbeitet er rund eine Woche. Es gibt aber auch Werke, die er vor vielen Jahren einmal begonnen hat, sie in einer Mappe weggelegt hat und dann plötzlich nach vielen Jahren zu Ende malt.

Ein Besuch im Medienzentrum lohnt sich: Anmeldungen richten Sie an Frau Therese Vögeli, SRG, SSR, Idée Suisse, Telefon: 031 326 34 51 (15.00 -19.00 Uhr). Führungen mit dem Künstler sind jederzeit nach Voranmeldung möglich. Telefon: 031 971 89 09 oder 079 290 15 25.

Für den JWVAF: Daniela Jost